Gedenksteine – eine stille Verbindung.
In jeder Trauerfeier, die ich halte, hat der Gedenkstein seinen Platz. Er ist klein genug, um in der Hand zu liegen – und beharrlich genug, um ein Leben lang zu bleiben.

Ein Stein trägt. Er bleibt. Er erinnert.
In vielen Kulturen sind Steine Symbole des Bleibenden. Sie überstehen Zeiten und Generationen, und wer einen Stein in der Hand hält, spürt eine kleine Beharrlichkeit: Etwas ist da. Auch jetzt. Auch, wenn so vieles wegzurutschen scheint.
Bei jeder Trauerfeier steht ein Korb mit ausgewählten Gedenksteinen in der Nähe des Verstorbenen oder der Urne. Die Steine sind während der gesamten Zeremonie dabei – sie nehmen die Worte, die Stille und die Musik in sich auf. Am Ende der Feier reiche ich den Korb herum, und jeder Angehörige darf sich einen Stein herausnehmen und als Erinnerung mit nach Hause tragen.
So wird der Stein zum Begleiter.
Aufstellen
Zu Beginn der Feier stelle ich einen Korb mit ausgewählten Gedenksteinen in die Nähe des Verstorbenen oder der Urne. Die Steine begleiten die gesamte Zeremonie.
Aufnehmen
Während der Rede, der Musik und der stillen Momente nehmen die Steine alles in sich auf – die Worte, die Gefühle, das Erinnern.
Mitnehmen
Am Ende der Feier reiche ich den Korb herum. Jeder Angehörige darf sich einen Stein herausnehmen und als sichtbare Verbindung mit nach Hause tragen.
„Der Stein weint nicht und tröstet nicht. Er liegt einfach da – und genau das ist manchmal das Größte, was ein Moment der Trauer uns schenken kann.“
— Katharina Schenk

